Wie lassen sich Nebenbeziehungen führen?
Anregungen und Hinweise

Ein Band aus Reihe 'Selbsthilfe – Arbeit mit sich selbst'

Michael Mary
Epub: ISBN 978-3-926967-71-8 Preis 2,99

Einleitung

Dieser Text beruht auf einem Vortrag, den ich an der Fachhochschule Merseburg im Rahmen der Tagung „Von Verliebtheit, Treuebruch und Kuckuckskindern – Soziobiologische und evolutionspsychologische Aspekte der Sexualität” gehalten habe. Ich habe den Text um praktische Hinweise für Paare, die sich auf das Experiment Nebenbeziehung einlassen wollen, ergänzt.

Die Ausgangsfrage für meinen Vortrag wurde von Professor Harald Stumpe formuliert: „Können gut funktionierende Langzeit-Partnerschaften, die fast alle über einen Rückgang des sexuellen Interesses klagen, begreifen, dass die sexuelle und einvernehmliche Nebenbeziehung ein guter Ausweg sein kann?“

Ich würde sagen, dass viele Partner das bereits begriffen haben, die meisten Therapeuten jedoch noch nicht. Die Betonung liegt allerdings darauf, dass eine Nebenbeziehung ein Ausweg sein kann, denn diese Beziehungsform ist aufgrund der spezifischen Komplikationen, die mit ihr verbunden sind, längst nicht für jedes Paar geeignet.

Sie kommt grundsätzlich für Paare in Betracht, die eine gute Lebenspartnerschaft aufgebaut haben und diese nicht nur deshalb aufgeben wollen, weil sie die leidenschaftliche Liebe darin vermissen.

Kaum in Betracht kommen offen geführte Nebenbeziehungen für Partner, die emotional instabil sind oder gegenwärtig über ein nur gering ausgeprägtes Selbstwertgefühl verfügen.

So gibt es Chancen, aber auch Risiken bei dem Experiment “Nebenbeziehung”

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