Kann denn Single Zufall sein?

Band 2: Wie man sicher einen Partner findet!

Michael Mary
E-pub: ISBN 978-3-946370-04-8 Preis 4,99 €
Print (alle fünf Bände): ISBN 978-3-946370-02-4 Preis 18,00 €
Buch bestellen

Dieses Buch ist Teil der 5-bändigen Reihe “Kann denn Single Zufall sein?”
Band 1 - Wie man dauerhaft ein Single bleibt!
Band 2 - Wie man sicher einen Partner findet!
Band 3 - Was tun, wenn jemand näher kommt!
Band 4 - Sich einlassen und die entstehende Beziehung gestalten!
Band 5 - Was tun, wenn ein Partner gefunden ist!

Band 2 - Wie man sicher einen Partner findet!

Im zweiten Band geht es um die kommunikative Suche, also um das große Thema “sich beziehen”. Diese Fähigkeit ist Voraussetzung, um eine Beziehung einzuleiten. Wie ich in der Beratung erlebt habe, wissen viele Singles nicht, was mit “sich beziehen” gemeint ist und was dieses Verhalten von ihnen erfordert. Daher vermittle ich die nötigen Instrumente, die für eine kommunikative Suche unerlässlich sind. Diese lauten: intelligente Dummheit, Bedeutungsforschung, Kontakthalten und Begegnungen suchen.

Einleitung

Kann denn Single Zufall sein? Nein. Wenn jemand dauerhaft Single bleibt, obwohl er intensiv eine Beziehung anstrebt und wiederholt mögliche Partner trifft, hat er seine Hände dabei im Spiel.
Wer in einer Paarbeziehung ist, geht ganz selbstverständlich davon aus, sich für seinen Partner entschieden zu haben. Das Gleiche trifft für dauerhaft suchende Singles zu, auch sie haben sich entschieden, nur eben fürs Alleinbleiben. Ob diese Entscheidung bewusst gefällt oder unbewusst getroffen wird, ist gleichgültig, es zieht die gleichen Folgen nach sich.
Wenn ich zehn oder zwanzig oder dreissig mögliche Partner treffe und alle ausortiere, habe ich mich fürs Alleinbleiben entschieden: Bevor ich den/die nehme, bleibe ich lieber allein!
Wenn ich glaube, die Guten wären alle vergeben und meine Suche einstelle, habe ich mich fürs Alleinbleiben entschieden: Es hat gar keinen Sinn, auf dem Markt befindet sich sowieso kein Guter.
Wenn ich davon überzeugt bin, in meiner Gegend oder Altersgruppe gäbe es keine möglichen Partner und daher zu Hause bleibe, habe ich mich fürs Alleinbleiben entschieden: Der Markt ist ja doch leergefegt.
Die Behauptung, ein Single habe sein Alleinbleiben zu verantworten, mag für viele starker Tobak sein, aber etwas anderes ergibt keinen Sinn. Denn nur wenn man seine Hände im Spiel hat, kann man ein Spiel beeinflussen.
Hinweis: Verwechseln Sie diese Aussage bitte nicht mit einer Schuldzuweisung, im Sinne von: “Wer Single bleibt, ist selbst schuld!” Es geht nicht um Schuld, sondern um Verantwortung. Dazwischen besteht ein großer Unterschied.
Schuld ist eine moralische Kategorie. Verantwortung hingegen zielt auf die individuelle Beteiligung an einer Situation und auf die Möglichkeiten und Bereitschaft ab, diese zu verändern.
Wenn man dauerhaft alleine bleibt, ergibt sich das aus einer widersprüchlichen Motivlage. Einerseits will man einen Partner, andererseits scheint kein anderer zu passen, oder man scheint für niemand anderen passend zu sein. Man leugnet den eigenen Anteil an der unerwünschten Lage und erklärt sich diese mit fehlendem Glück oder meint, noch nicht die richtige Strategie gefunden zu haben.
Wer sich einredet, er hätte bisher nicht das nötige Glück gehabt, im Beziehungslotto zu gewinnen, der muss darauf hoffen, dass ihm der Zufall einen passenden Partner zuspielt. Wer im anderen Extrem glaubt, man könne einen Liebespartner anhand ausgeklügelter Suchkriterien und Suchtechniken gezielt finden, der redet sich ein, noch nicht die richtige Strategie angewendet zu haben.
Glück oder Strategie - beides lässt dem suchenden Single wenig Spielraum, selbst etwas zu tun, um seine Lage zu verändern. Auf Glück muss man warten, man kann es nicht herbeiführen. Und Strategien haben andere entworfen, man muss darauf zählen, dass sie funktionieren. Mit Glück, Zufall und Strategie ist man (fast immer) verlassen.
Wer allerdings die Möglichkeit in Betracht zieht, beim Alleinbleiben seine Hände im Spiel zu haben, der kann selbst eine Menge tun, um seine Lage zu ändern.
Er kann aufhören, Beziehungen zu suchen und statt dessen persönliche Begegnungen herbeiführen. Er kann sich auf sein jeweiliges Gegenüber beziehen, statt oberflächlich zu flirten. Er kann sein strategisches Suchen aufgeben und statt dessen kommunikativ suchen. Er kann den Frust und die Zweifel der Annäherung durchstehen. Er kann sich aktiv vor Verletzungen schützen. Er kann eine sich abzeichnende Beziehung so gestalten, dass er bereit ist, sich darauf einzulassen. Und er kann in einer begonnenen Beziehung dafür sorgen, er selbst zu bleiben und die Andersartigkeit seines Partners respektieren. Um diese Themen geht es in den fünf Bänden der vorliegenden Reihe.
Single-Sein ist kein Schicksal, sondern beruht auf Entscheidungen. Wer begreift, wie und warum er sich fürs Single-Sein entscheidet - und ich möchte vorausschicken, dass es gute Gründe dafür gibt - dem bietet sich die Chance, seine Motive so zu berücksichtigen, dass sie ihn nicht an einer Beziehung hindern, sondern ihm erlauben, sich auf eine Liebesbeziehung zu einem Partner einzulassen.

Dank an die TestleserInnen
Für diese Buchreihe habe ich ein Experiment gewagt. Ich habe Singles als TestleserInnen angesprochen, damit sie Rückmeldung zu meinen Thesen geben, Kritik anbringen und eigene Erfahrungen beisteuern. Sie werden in den jeweiligen Kapiteln Einwände und Erfahrungen der TestleserInnen finden, und ich werde darauf eingehen. Einwände, auf die ich im Text nicht eingehen konnte, habe ich in einem eigenen Kapitel zusammengefaßt. Diese interaktive Form der Bearbeitung des Themas hat das Buch inhaltlich sehr bereichert. Mein Dank gilt den 120 Singles, die sich an diesem spannenden Projekt beteiligt haben und die durchweg berichtet haben, ebenfalls von dieser Form des Austauschs profitiert zu haben.

Buch bestellen